Du arbeitest an einer neuen CI (Corporate Identity) für Deine Marke? Egal, ob Café oder Unternehmen – diese sieben Arbeitsschritte für ein professionelles Logo bleiben immer gleich. Wir zeigen Dir, welche Elemente Du brauchst, um eine individuelle Marke zu gestalten. Viele dieser Elemente können heruntergeladen und leicht angepasst werden. Das spart Dir nicht nur Zeit, sondern hilft Dir auch dabei ein ausgeklügeltes Konzept und Aussehen für Deine Marke zu kreieren. 

7 Corporate Identity-Tipps für Dein Unternehmen

Eine herausstechende Marke zu gestalten kann eine Herausforderung sein, besonders wenn die Zeit knapp ist. Mit dieser Checkliste gelangst Du Schritt für Schritt zu einer beeindruckenden CI. Für den Aufbau Deiner Marke benötigst Du folgendes: 

  1. eine anpassbare Logo-Vorlage
  2. eine einzigartige Schriftart mit verschiedenen Ausrichtungen
  3. eine Palette mit gut abgestimmten Farben
  4. eine konsistente Auswahl von Formen und grafischen Elementen
  5. eine Auswahl einheitlicher Bilder 
  6. Mock-ups und Schablonen für Merchandising
  7. einen Styleguide für Deine Marke

Egal ob Du eine CI für einen Kunden, Freunde oder Dich selbst entwirfst, diese Elemente bleiben stets gleichen. Sobald Du die Liste abgehakt hast, kannst Du damit anfangen, Dein neues Markendesign produkt-, geschäfts- und handelsübergreifend einzusetzen! 

Finde eine anpassbare Logo-Vorlage

Ein gutes Logo ist das A und O für eine professionelle Markenidentität. Im Prinzip ist das Logo eine visuelle Zusammenfassung der Marke. Es kann typbasiert sein (enthält nur den Namen der Marke), symbolisch (rein bildbasiert) oder eine Kombination aus Typo und Bild. Große Marken, die global besonders bekannt sind, wie z.B. McDonald’s, Shell oder Nike, sind gerade wegen ihrer symbolischen Logos so bekannt. Das liegt daran, dass diese Marken im Laufe der Jahrzehnte Pauschalwerbung eingesetzt haben und für die Verbraucher einfach Teil der alltäglichen Szenerie werden. Marken, die weniger bekannt sind, haben eine Kombination von Schrift und Bild in der Regel die größte Wirkung. Das hilft einem neuen Kunden, sich sowohl mit dem Namen als auch mit der visuellen Identität der Marke vertraut zu machen. Die folgenden Logo-Vorlagen sind ein hervorragendes Beispiel für die Kombination von Text und Bild in einem minimalen, einprägsamen Format.

Sammlung von Vasya Kobelev, 123RF.

Logodesign ist eine hohe Kunst. Viele hochkarätige Design-Agenturen werden von großen Marken beauftragt, neue Logodesigns zu entwerfen oder bestehende Logodesigns subtil zu optimieren. Das soll jedoch nicht heißen, dass freiberufliche Designer oder angehende Grafikdesigner kein Logo entwerfen können, das Stil, Wirkung und symbolische Relevanz hat. Es gibt viele Werkzeuge, die Dir dabei helfen, ein Logo zu entwerfen, das nicht nur ultra-professionell aussieht, sondern auch von bleibender Relevanz ist.

Logo-Vorlagen sind ein guter Ausgangspunkt, wenn Du zum ersten Mal ein Logo entwirfst. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Logodesigns, die in einem editierbaren Vektorformat (EPS) gespeichert werden. Lade also eine Vorlage herunter, öffne sie in einem Vektor-Bearbeitungsprogramm wie Adobe Illustrator oder CorelDRAW und passe die Elemente des Designs an Deine Marke an. Probier Dich daran die Schriftart, die Farben und/oder die Pinsel-Effekte zu ändern, um das Design anzupassen und es völlig einzigartig aussehen zu lassen.

Bei der Suche nach Vorlagen kannst Du nach Designs suchen, die branchenspezifisch sind, beispielsweise Logos, die einen bestimmten Stil haben, wie z. B. diese zurückhaltenden Designs im Vintage-Stil. Diese eignen sich hervorragend für unabhängige Geschäfte, Cafés, Design-Agenturen oder Bekleidungsmarken.

Grafik von Vasya Kobelev, 123RF.

Selbst wenn Du vorhast, Dein Logo komplett selbst zu entwerfen können Logo-Vorlagen eine große Hilfe sein, vor allem um Inspiration zu sammeln. Finde also heraus was auf Stock-Sites im Trend liegt und vergleiche es mit Logos anderer relevanter Unternehmen aus der Branche. Bestimmte Branchen achten konsequent auf bestimmte Farben oder Schriftarten, um ihrer Marke ein Gefühl der Vertrauenswürdigkeit zu verleihen.

Finde eine einzigartige Schriftart mit verschiedenen Ausrichtungen

Sobald Du ein Logo für Deine Marke hast, kannst Du Dir Gedanken darüber machen, wie Du Dein Markendesign weiter ausbauen kannst. Logos allein machen noch keine Marke aus, und Werbematerialien wie Websites, Poster, Verpackungen und Briefpapier müssen spezifische Botschaften an Deine Kundinnen und Kunden vermitteln. Dazu brauchst Du eine einzigartige Schriftart mit verschiedenen Ausrichtungen, die Du für Texte verwenden kannst. Vielleicht hast Du bereits eine besondere Schriftart in Deinem Logo verwendet, diese Schriftart kannst Du als “A-Schriftart” Deiner Marke verwenden. Sie eignet sich besonders für großformatige Textteile wie Überschriften, Aufrufe und Unterüberschriften. Wenn Du in Deinem Logo noch keine Schriftart verwendet hast, ist das kein Problem – es gibt mittlerweile genügend coole Typos, Du wirst sicher eine passende finden.

A-Schriften müssen gut lesbar sein und fett aussehen, wenn sie in großem Maßstab gesetzt werden. Daher sehen groß geschriebene Schriften tendenziell besser als Marken-A-Schriften aus, ebenso wie Slab- und Poster-Schriften. Abgesehen von diesen wesentlichen Merkmalen ist die Schriftwelt Deine Schatzkiste! Wähle also eine Schrift, die zur Persönlichkeit und zum Stil Deines Firmen- und Logo-Designs passt. Du entwirfst eine Marke für ein unabhängiges Café? Ein einfacher, vintage-inspirierter Stil wirkt einladend und liegt im Trend. 

Grafik von Maksim Epifantcev, 123RF.

Du willst eine Marke für ein konservatives Unternehmen schaffen? Eine elegante Serife wirkt klassisch und seriös. Für längere Textabschnitte benötigst Du auch eine Schrift, die zurückhaltender und weniger neuartig ist. Diese ‘B-Schriftart’ sollte auch in kleiner Größe lesbar sein, in langen Absätzen gesetzt werden können und Deine A-Schriftart gut ergänzen. Du wirst schnell feststellen, dass viele Marken für diese Aufgabe oft auf bewährte klassische Schriften zurückgreifen. Für minimale, moderne serifenlose Schriften probiere Gill Sans, Avenir oder Futura. Traditionellere Serifen findest Du bei Caslon, Baskerville oder Garamond.

Erstelle Dir eine Palette mit gut abgestimmten Farben

Wenn Dein Logo fertig ist und Du Deine Schriftarten ausgewählt hast, kannst Du anfangen Dir Gedanken über Deine Farbpalette zu machen. Abgesehen von der Farbe (oder dem Fehlen einer Farbe), die Du möglicherweise in Deinem Logodesign verwendet hast, werden die Markenfarben auch auf fast jedem Markenartikel im Unternehmen zu finden sein – von der Beschilderung bis hin zur Verpackung, von Websites bis hin zu sozialen Netzwerken. Stelle also sicher, dass Deine Farben auf allen Produkten konsistent sind.

Erstelle also eine Markenfarbenpalette – eine Sammlung von Farben, die Deine Marke widerspiegelt und aufwertet. Die Palette kann so einfach oder komplex sein, wie Du möchtest. Einige Marken werden nur eine Akzentfarbe verwenden und diese mit Schwarz und Weiß als Kontrast kombinieren (die europäische Fluggesellschaft Easyjet ist ein Beispiel für eine einfarbige Marke, die in ihrer Werbung nur Orange in Kombination mit Weiß verwendet). Andere haben vielleicht ein komplexeres Farbspektrum, was der Markenidentität etwas mehr Flexibilität verleiht.

Wähle als erstes eine primäre Markenfarbe – in der Regel ist dies die Hauptfarbe, die für Dein Logodesign verwendet wird – wähle dann einige andere Farben, die diese ergänzen und gut zusammenpassen. Du kannst die Farben von Deinem Logodesign, von einem anderen Logo, das Dir gefällt (vielleicht in einer ähnlichen Branche wie Deine Marke) oder von einem Bild, das Deiner Meinung nach mit der Persönlichkeit der Marke übereinstimmt, übernehmen. Verwende unseren kostenlosen Online-Farbmatcher, um die richtige Farbpalette für Deine Marke zu finden.

Lege eine konsistente Sammlung von Formen und grafischen Elementen an

Wenn die Farbpalette steht, kannst Du Dir Gedanken über die Anwendung der Farben in Print und Online machen. Viele Marken verwenden Formen und einfache Grafiken, um ihren Medien Details und einen besonderen Charakter zu verleihen. Eine einfache geometrische Form oder ein abstrakter Hintergrund sind eine interessante Alternative zum Leerraum. Suche also nach Vektordesigns oder abstrakten Hintergründen, die Du weiter anpassen kannst. Wende die Farben Deiner Marke an und verwende sie für Bilder in sozialen Medien, Anzeigen, Briefpapier, Beschilderungen und Verpackungen. Der Zweck dieser Grafiken besteht nicht darin, von Deinem Logo und anderen wichtigeren Inhalten abzulenken, sondern Deinem gesamten Markendesign einfach ein professionelles, mehrschichtiges Aussehen zu verleihen.

Wähle einheitliche Bilder aus

Dies scheint vielleicht nicht die dringlichste Aufgabe bei der Gestaltung einer Marke zu sein, aber wenn Du Dir die Zeit nimmst, darüber nachzudenken, wie Du Bilder in Deine Markenkommunikation integrierst, wird es einen großen Einfluss darauf haben, wie ausgeklügelt Deine Marke erscheint. Kein Markendesign existiert in einem Vakuum – Markenidentitäten müssen die Flexibilität haben, sich an neue Anzeigen, Angebote, Botschaften und Trends anzupassen. Genauso wie eine Zeitschrift das allgemeine Layout und die Schriftart für ihre Titelseiten jeden Monat beibehält, aber das Cover entsprechend dem Thema der Ausgabe ändert, wird eine Marke Elemente haben, die konsistent bleiben, und Elemente, die fließend sind. 

Bilder können ein fließendes Element sein, aber das bedeutet nicht, dass Sie nicht eine Markenkonsistenz über Fotos und Illustrationen hinweg aufrechterhalten können. Lege also einen Guide für die Verwendung von Bildern fest – notiere Dir eine Liste von Kriterien, die jedes Bild, das Du in der Markenkommunikation verwendest, erfüllen muss. Nehmen wir zum Beispiel an, Du entwirfst eine Marke für ein Café und möchtest Fotos des Cafés in Social-Media-Promotions und Plakatwerbung verwenden. Lege dafür zwei oder drei gusseiserne Regeln für die von Dir verwendeten Bilder fest. So kannst Du beispielsweise festlegen, dass auf den Fotos immer junge Menschen zu sehen sind, dass die Aufnahmen immer natürlich und “realistisch” wirken und dass die Bilder eine immersive, fliegende Qualität haben. 

Du kannst auch entscheiden, dass die Produktaufnahmen einen bestimmten Stil haben müssen. Du kannst Dich dafür entscheiden, beim Fotografieren von Produkten konsequent nur Überkopf- oder “Luftaufnahmen” zu verwenden, um ein elegantes, modernes und minimalistisches Aussehen zu ermöglichen. Dieses Foto unten würde also definitiv das Kästchen ankreuzen.

Foto von Yuliya Gontar, 123RF.

Wenn Du Dein Regelwerk für die Verwendung von Bildern in Deiner Markenkommunikation erstellt hast, wirst Du feststellen, dass das Endergebnis viel ausgefeilter und konsistenter ist und Deiner Marke helfen wird, im Laufe der Zeit einen starken und sofort erkennbaren Kommunikationsstil zu entwickeln.

Gestalte Mock-ups und Schablonen für Merchandising

Die wichtigsten Bausteine Deiner Marke sind nun an Ort und Stelle – mit einem Logo, Schriften, Farben, Grafiken und Fotos zur Hand, kannst Du nun damit anfangen, zu visualisieren, wie das Markendesign in der Praxis funktionieren könnte.

Der effektivste und schnellste Weg, dies zu tun, ist die gute Nutzung von Vorlagen für Briefpapier und Merchandize. Je nach Art des Unternehmens, für das Du die Marke entwirfst, findest Du tonnenweise großartige Vorlagen, mit denen Du Bilder von Verpackungen, Briefpapier, Beschilderungen, Fahrzeugvollverklebungen, Uniformen und vielem mehr nachahmen kannst. Diese Vorlagensätze zur Markenidentität lassen sich leicht in Illustrator oder Photoshop bearbeiten und können an Dein eigenes Markendesign angepasst werden. Wenn Du auf der Suche nach einer kostenlosen Online-Alternative bist, kann Pixlr X oder E definitiv die Arbeit für Dich erledigen.

Foto von Aliaksei Verasovich, 123RF.

Vorlagen eignen sich perfekt, um einen Vorschlag für ein Markendesign für einen Kunden den letzten Schliff zu geben und dem Kunden dabei zu helfen, sich vorzustellen, wie das Branding im wirklichen Leben aussehen würde. Es ist auch eine wirklich nützliche Übung, wenn Du eine Marke für Dein eigenes Unternehmen entwirfst, und hilft Dir dabei, abzuschätzen, wie die Designs aussehen werden, bevor Du Dich auf kostspielige Druck- und Fertigungsaufträge festlegst.

Lege einen Style Guide fest

Du näherst Dich dem Ende des Markendesign-Prozesses! Alles, was jetzt noch zu tun bleibt, ist, alle Elemente Deines Designs in einem Markenrichtlinien-Dokument (auch als “Style Guide” bekannt) zusammenzufassen. Dieses hilfreiche Dokument wird als Regelwerk für die Corporate Identity bzw. Verwendung und Anwendung Deines Markendesigns dienen. Ein Styleguide ist besonders wichtig, wenn viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Marke in der Kommunikation, im Marketing und im Merchandising verwenden. Ein Style Guide hilft ihnen dabei, Dein Markendesign konsistent anzuwenden, genau so, wie Du es beabsichtigt hast! Du kannst den Styleguide in jedem Desktop-Publishing-Programm wie Adobe InDesign oder QuarkXPress zusammenstellen.

Merchandising von Denis Krasavchikov, 123RF.

Dein Styleguide bzw. Corporate Identity sollte eine klare Struktur haben, mit einer Inhaltsseite und Seitenzahlen, die es den Leserinnen und Lesern ermöglicht, schnell relevante Anleitungen zu finden. Starte also im Dokument selbst mit der Angabe von Regeln für die Verwendung des Logos – die Farben, in denen es verwendet werden kann, die Hintergründe, vor denen es platziert werden kann, und den Platz, den es am Rand des Logos benötigt. Fahre dann fort mit der Festlegung von Regeln für die Verwendung der Markenschriften (z.B. angemessene Größe, Formatierung usw.), Farben, Grafiken und Fotografie. Du kannst Briefpapier- und Merchandisevorlagen als visuelle Beispiele für die korrekte Verwendung Deines Markendesigns verwenden. Wenn Du das Dokument fertiggestellt hast, verteile gedruckte oder digitale Kopien an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Kolleginnen und Kollegen, die Dein Markendesign umsetzen müssen.

Du hast es geschafft, Herzlichen Glückwunsch! Viele dieser Ressourcen findest Du in der 123RF-Sammlung – durchsuche Tausende von Logovorlagen, Schriftarten, Hintergründen und mehr, um in kürzester Zeit eine professionelle, wirkungsvolle Markenidentität zu entwerfen.