Jeden Tag mit köstlichen Gerichten und leckeren Lebensmitteln arbeiten? Klingt nach einem absoluten Traumjob! Food-Fotografie ist aber auch eines der anspruchsvollsten Felder der Fotografie, das viel Können und Kreativität fordert. In diesem Artikel erfährst Du, worauf es beim fotografieren von Essen ankommt und welche Werkzeuge auf keinen Fall fehlen dürfen.

1. Es werde Licht!

Food-Fotograf bei der Aufnahme eines Fotos am Fenster by nuiiko, 123RF.

Das wichtigste zuerst: Licht! Food-Fotografie, also das fotografieren von Lebensmitteln, stilvoll angerichteten Mahlzeiten, kunstvollen Backwaren und Getränken, ist eines der am schnellsten wachsenden Feldern der Fotografie. Da der Gegenstand an sich relativ normal und unbeweglich ist, kommt es hier besonders auf Deine Kreativität an, um ein ansprechendes und aussagekräftiges Foto zu schießen. Der erste Schritt, um Dir ein geeignetes Set-Up aufzubauen, ist ein Ort mit viel natürlichem Licht. Dafür musst Du kein teures Studio anmieten, ein Fensterplatz mit direkter Sonneneinstrahlung reicht vollkommen aus.

2. Diffusoren und Reflektoren

Abbildung von professionellem Fotografie Equipment by belchonock, 123RF.

Natürliches Licht ist ein wichtiger Bestandteil Deines Set-Ups, doch natürlich musst Du auch kontrollieren können, wie genau das Essen belichtet wird. Hier kommen Diffusoren und Reflektoren ins Spiel. Diffusoren werden zwischen der Lichtquelle und dem zu fotografierenden Gegenstand platziert, um zu helles Sonnenlicht weicher zu machen. Reflektoren werden hinter dem Foto-Gegenstand platziert, um das Licht gleichmäßig zu streuen und Schatten zu füllen.

Professionelles, hochwertiges Equipment, das preislich dementsprechend teurer ausfällt, findest Du ganz einfach online. Es ist aber auch kein Problem, sich die Grundausstattung aus Alltagsgegenständen zusammenzustellen. Zum Beispiel kann man mit Schaumstoff oder Aluminiumfolie den Effekt eines Reflektoren erzielen, mit sauberen weißen Laken oder Vorhängen den eines Diffusoren. Die meisten Fotofachhändler verleihen das Equipment aber auch zum günstigen Kurs.

3. Licht zu Deinem Vorteil nutzen

Mit Deinem neuen Set-Up bist du fast schon startbereit. Das richtige Licht ist das A und O der Fotografie. Lerne also, das Licht zu Deinem Vorteil zu manipulieren. Um das Essen appetitlich und wirklich schmackhaft aussehen zu lassen, wird bei Food-Fotografie auf vorwiegend weiches Licht genutzt. So zum Beispiel mit Hilfe eines Diffusors. Schatten können unterschiedliche Effekte auf die Komposition des gesamten Bildes haben, probiere also einfach aus, wie Du welche Ergebnisse erzielen kannst. Nutze künstliches Licht in Kombination mit natürlichem Licht, um dunkle Teile des Foto-Objekts auszuleuchten, oder setze gezielte Akzente mit Schatten. Teste selbst, was Dir besonders gut gefällt und welche Methode sich für Dein Projekt eignet.

4. Food-Fotografie Requisiten 

Bild von Chili Con Carne by svetazarzamora, 123RF.

Natürlich fotografierst Du nicht einfach nur Essen. Du willst eine persönliche Bindung zwischen den Betrachtern und Deinen Bildern herstellen. Dies gelingt vor allem durch Requisiten. Aber keine Sorge, gute Requisiten müssen nicht unbedingt teuer sein! Alltagsgegenstände und Küchenzubehör zum Beispiel reichen vollkommen aus, um Dein Foto in Szene zu setzen.

5. Kein Studio? Kein Problem!

Ein voll ausgestattetes Studio-Set ist natürlich der Traum der meisten Fotograf*innen. Es muss aber nicht immer das teuerste sein. Hier ein Tipp für ein Set, das Du dir ganz einfach selbst basteln kannst. Dafür brauchst Du einen Pappkarton, den Du so schneidest, dass nur noch der Boden und die Seiten der Box vorhanden sind. Stelle die Box hochkant mit der Öffnung zu Dir und voilà! Jetzt kannst Du Dein Foto-Objekt einfach in Szene setzen. 

Du siehst also, der Einstieg in die Food-Fotografie muss nicht immer zwangsläufig teuer sein. Mithilfe der Tipps aus diesem Artikel kannst Du jetzt durchstarten und eigenen Fotos schießen, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen! 

Food-Fotografie Beispiele